FRAISA Geschäftsbericht 2025/26

In welchen Rollen seid ihr eingestiegen – und worauf liegt euer Fokus? Florian Kennel-Maushart: Ich habe in der Forschung und Entwicklung als Trainee angefangen. Das hat mir erlaubt, einen vertieften Einblick in verschiedene Abteilungen und Fachgebiete zu erhalten. Seit Kurzem arbeite ich als Projektleiter in der F&E, mit Fokus auf digitalen Themen wie Bilderkennung und Prozessdaten. Michael Maushart: Ich habe im Infrastruktur-Team der Corporate IT begonnen – zunächst mit dem Kennenlernen der spezifischen Systeme und dem Bearbeiten verschiedener Anfragen. Inzwischen übernehme ich kleinere Projekte selbst und unterstütze bei grösseren. So konnte ich schon viele Bereiche kennenlernen. Was war euch wichtig, um euren eigenen Weg im Unternehmen zu finden? Beiden war von Anfang an wichtig, dass ihre Fähigkeiten zu den Aufgaben passen und sie damit für die Abteilung wie auch für FRAISA einen Mehrwert bieten können. Florian Kennel-Maushart: Ich habe mich von Anfang an sehr wohl und willkommen gefühlt. Gleichzeitig konnte ich feststellen, dass meine Expertise in Digitalisierung, Daten und Automatisierung es mir schnell erlaubt hat, mich produktiv einzubringen. Michael Maushart: Durch die offene und hilfsbereite Aufnahme meines Teams und vieler Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Betrieb konnte ich mich schnell einarbeiten. Ich bin überzeugt, dass ich auf dem richtigen Weg bin – sowohl persönlich als auch im Hinblick auf die Fähigkeiten, die bei FRAISA gefragt sind. Was bedeutet euer Einstieg für die Zukunft – fachlich und kulturell? Was möchtet ihr bewahren, was weiterentwickeln? Für ein Familienunternehmen ist es beiden wichtig, dass die Eignerschaft ein Gesicht hat und aktiv im Betrieb arbeitet. Die Firmenkultur, ein kollegiales Miteinander und gegenseitige Wertschätzung sind zentrale Werte. Sie hoffen, dass ihr Eintritt dazu beiträgt, diese Kultur auch in Zukunft zu erhalten. Florian Kennel-Maushart: Fachlich hoffe ich, gemeinsam mit den vielen Kolleginnen und Kollegen unsere digitalen Themen Hand in Hand mit der Werkzeugentwicklung weiter vorantreiben zu können, damit FRAISA ein zukunftsgerichtetes Unternehmen bleibt. Michael Maushart: Ich hoffe, dabei unterstützen zu können, die FRAISA Systemlandschaft für zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen der digitalen Welt zu wappnen und gleichzeitig die Unterstützung für unsere Mitarbeitenden zu sichern, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten. GESCHÄFTSBERICHT 2025 / 2026 I FRAISA INSIDE Strategische Bedeutung digitaler Lösungen Der Zeitpunkt für ein eigenes Team ist bewusst gewählt: Digitalisierung, Datenrelevanz und Systemvernetzung gewinnen in der Metallbearbeitung rasant an Bedeutung – bei FRAISA ebenso wie bei den Kunden. Digitale Einzellösungen und Datensilos reichen künftig nicht mehr aus. Gefragt ist ein durchgängiges, strategisch gedachtes Gesamtsystem, das nahtlos zusammenspielt, skalierbar ist und einen konkreten Mehrwert schafft. Ein Beispiel ist die zunehmende Verbreitung von Schnittstellen, über die Werkzeug- und Schnittdaten automatisch in CAM- oder Werkzeugmanagement-Systeme geladen werden können. Interdisziplinäres Team mit Marktnähe Das interdisziplinäre Team vereint Kompetenzen aus Vertrieb, Controlling, Werkzeugentwicklung, Zerspanung und IT. Diese Nähe zu Markt und Technologie ist ein wichtiger Vorteil. Ziel ist es, Anforderungen in nutzbare digitale Lösungen zu übersetzen – im Vertrieb ebenso wie direkt an der Maschine. Zugleich will das Team intern Transparenz schaffen, Bedürfnisse aus allen Ländern bündeln und die Zusammenarbeit über Standorte und Bereiche hinweg stärken. Kurzfristige Schritte und Quickwins Kurzfristig liegt der Fokus darauf, Verbesserungspotenziale zu sammeln, zu priorisieren und auf eine Zeitlinie zu legen. Parallel sollen sichtbare Verbesserungen durch Quickwins umgesetzt werden, also Optimierungen mit geringem Aufwand und hohem Nutzen. So will das Team früh spürbaren Mehrwert schaffen und Vertrauen in seine Leistungsfähigkeit aufbauen. Langfristige Vision der Kundenplattform Langfristig soll ein durchgängiges digitales Kundenerlebnis über den gesamten Lebenszyklus des Werkzeugs und seines digitalen Zwillings entstehen. Dazu gehören unter anderem eine neue Version des ToolCare®, ein einheitliches Login, individualisierbare Einstellungen im ToolExpert, ein erweitertes Portfolio an CAM-Schnittstellen, aussagekräftigere Vertriebskennzahlen in Power BI und ein Konzept für ein zukünftiges Customer-Relationship-Management. Der Erfolg der Massnahmen kann an der Nutzung der digitalen Produkte, der Kundenzufriedenheit sowie an Stabilität und Verfügbarkeit der Systeme gemessen werden – ebenso wie an seinem Beitrag zu Effizienz, Transparenz und Prozesssicherheit für Kunden und FRAISA. Neues Team Im Interview sprechen Florian Kennel-Maushart und Michael Maushart, Söhne des langjährigen Inhabers Josef Maushart, über ihre ersten Rollen im Unternehmen, ihren fachlichen Fokus, neue Lernerfahrungen und darüber, was sie für die Zukunft bewahren und weiterentwickeln möchten. Mit der neuen Abteilung Digital Products & Sales Services setzt FRAISA ein klares Zeichen: Kunden und Kollegen sollen auf dem Weg der Digitalisierung bestmöglich unterstützt und der Zugang zu Produkten und Schnittdaten weltweit vereinfacht werden. Im Mittelpunkt steht die Vision einer einheitlichen Kundenplattform mit einem intuitiven, harmonischen Nutzererlebnis. Mit einem Login sollen künftig alle Funktionen und Informationen dort verfügbar sein, wo sie gebraucht werden – in der bekannten «easy-to-use»-FRAISA Art, wie man sie aus dem ToolExpert kennt. «Digital Products & Sales Services» Im Gespräch mit Florian Kennel-Maushart und Michael Maushart FRAISA INSIDE [ 24 ] [ 25 ]

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