FRAISA Geschäftsbericht 2025/26

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG 10‘728 t CO2-eq / Jahr Ökologischer Fussabdruck der FRAISA Gruppe1 Recycling und Abfälle 145 t Eingekaufte Dienst- leistungen und Betriebsmittel 1‘514 t Energiebereitstellung 1‘042 t Transport und Mobilität 1‘036 t Investitionsgüter 3‘310 t Strom- und Wärmeverbrauch der Standorte 120 t Davon aus erneuerbaren Quellen 99,6 % Herstellung und Anlieferung von Rohstoffen 2‘689 t Brenn- und Treibstoffe sowie flüchtige Emissionen 872 t GESCHÄFTSBERICHT 2025 / 2026 I NACHHALTIGE ENTWICKLUNG Nachhaltiges Handeln Ökobilanz, Verpackungen und Berichtswesen Nachdem im Geschäftsjahr 24/25 durch die Angleichung an die neuesten Standards und Branchenentwicklungen eine Basis für zukünftige Ökobilanzierungen innerhalb der Gruppe geschaffen wurde, können die Erfassung und Berechnung nun darauf aufbauend weiter optimiert werden. Nach Anpassungen in den Bilanzierungsdatenbanken weisen wir für das Kalenderjahr 2025 einen ökologischen Fussabdruck von 10’728 Tonnen CO₂-Äquivalenten aus. Gegenüber dem Wert für das Kalenderjahr 2024 (bei identischer Datenbankgrundlage) entspricht dies einer leichten Zunahme um 6 %, die auf höhere Investitionstätigkeiten zurückzuführen ist. Der Bereich Investitionsgüter ist damit neu für 30 % des Fussabdrucks verantwortlich. In den übrigen Bereichen gab es nur kleinere Verschiebungen. 8,1% der Gesamtemissionen sind direkte Emissionen aus Scope 1. Sie werden hauptsächlich durch fossile Brenn- und Treibstoffe sowie in kleinerem Umfang durch Kältemittel verursacht. Scope-2-Emissionen aus dem Energieverbrauch der Standorte machen noch 1,1% aus, die Energiebereitstellung in Scope 3 zusätzlich 1 % der Gesamtemissionen. Der niedrige Anteil von Scope-1- und insbesondere Scope-2-Emissionen ist auf Massnahmen der vergangenen Jahre im Bereich Mobilität sowie den Einsatz erneuerbarer Energien wie Fernwärme, Biogas, Solarstrom, Windenergie und Wasserkraft zurückzuführen. Wo immer möglich bezieht FRAISA zertifizierten Ökostrom und produziert an zwei Standorten eigenen Solarstrom – mindestens 99,6% des Strombedarfs stammen aus nachhaltigen Quellen. Der Rest wird aktuell aus organisatorischen Gründen als Marktmix der entsprechenden Länder ausgewiesen und ist nicht durch FRAISA beeinflussbar. Aus dem Gruppenfussabdruck leitet FRAISA für die Werkzeuge den Product Carbon Footprint (PCF) ab. Dieser ermöglicht es, Emissions-Hotspots entlang der Wertschöpfungskette zu identifizieren, Materialentscheidungen zu überprüfen und das Engagement für Klimaschutz und Ressourcenschonung weiter auszubauen. Für die PCF-Berechnung orientiert sich FRAISA am spezifischen Branchenstandard «Methode zur Berechnung des Product Carbon Footprints (PCF) für Präzisionswerkzeuge» des VDMA, der dem «Cradle-to-Gate»- Ansatz folgt (Scope 1, 2 und 3 Upstream). Die FRAISA Gruppe erstellt jährlich eine umfassende Ökobilanz, die sämtliche Standorte und Prozesse umfasst. Ziel ist es, Handlungsfelder zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zu identifizieren. Entlang einem Fahrplan zur Dekarbonisierung ist es das langfristige Ziel von FRAISA, die Scope‑1‑ und Scope‑2‑Emissionen bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren und die indirekten Scope‑3‑Emissionen durch gezielte Massnahmen signifikant zu senken. Nachhaltige Initiativen – Fokus Verpackungen Neben der Reduktion und Messung unserer Treibhausgasemissionen treiben wir auch in anderen Bereichen konkrete Nachhaltigkeitsmassnahmen voran. Bei unserem Serviceangebot FRAISA ReTool® wurden die Verpackungshülsen bereits sukzessive auf ein zu 100 % recyceltes Material umgestellt. Aufbauend auf diesen Erfahrungen stellen wir nun auch für unsere Neuwerkzeuge auf Verpackungen aus recyceltem Material (Rezyklat) um. Damit tragen wir zur Schonung wertvoller Umweltressourcen bei und unterstützen unsere Kunden bei der Erfüllung ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele. Unser Ziel ist es, 100% der Verpackungen auf nachhaltiges Rezyklat umzustellen, um CO₂‑Emissionen zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Bislang konnten bereits 87% der Verpackungen von Neuwerkzeugen umgestellt werden. Dies entspricht einer Einsparung von rund 10 Tonnen CO₂ und damit einer Reduktion um 45,7% gegenüber den bisherigen Verpackungsmaterialien. Ökologische, ökonomische und soziale Grundsätze bilden die Basis unseres unternehmerischen Handelns – heute und in Zukunft. Initiativen wie diese zeigen, dass nachhaltige Verbesserungen auch ausserhalb der direkten Produktionsprozesse wirksam umgesetzt werden können. 1 b asierend auf Daten des Kalenderjahres 2025 (Berichtszeitraum Ökobilanzierung) Dokumentation und Berichtswesen Im abgeschlossenen Jahr wurden Dokumentation und Datengrundlagen im Bereich Nachhaltigkeit gezielt weiterentwickelt. Damit schafft FRAISA die Voraussetzungen, aktuellen und zukünftigen regulatorischen Anforderungen in allen Märkten bestmöglich zu entsprechen und die Berichterstattung insgesamt zu stärken. Zudem wurde der Code of Conduct breit kommuniziert und die Lieferkette vertieft betrachtet, um Anforderungen frühzeitig zu erkennen und die Nachvollziehbarkeit weiter zu verbessern. SCOPE 3 SCOPE 1 SCOPE 2 [ 12 ] [ 13 ]

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