fraisa.com 337 i Anwendungstechnische Hinweise für Gewindewerkzeuge Aufhärten der Bohrung Beim Bohren ist darauf zu achten, dass ein geeigneter, intakter Bohrer verwendet wird. Ist der Verschleiss schon zu gross, kann es beim Bohren zur Aufhärtung der Randzone kommen. Eine Folge dieser Aufhärtung kann der Bruch des Gewindewerkzeugs sein. Aufhärten und Aufstauchen der Senkung Bei der Vorbereitung der Bohrung sollten gute, für den Werkstoff bestimmte Werkzeuge verwendet werden. Ist der Senker zu stark verschlissen, härtet sich die Senkung auf oder sie ist gestaucht. Dadurch hat das Gewindewerkzeug bereits beim Anschneiden Probleme. Dies kann zu Ausbrüchen am Anschnitt führen. Die Senkung ist wichtig zur Führung des Gewindewerkzeugs. Tiefliegende Gewinde Für tief gelegene Gewinde müssen Werkzeuge mit ausreichend langen Nuten ausgewählt werden. Ansonsten besteht das Problem des Werkzeugbruchs durch Spänestau, weil die Späne nicht aus der Bohrung herausfliessen können. Bei Rigid Tapping kann mit mehreren Tiefenzustellungen gearbeitet werden, um die Späne zu verkürzen. Wichtig ist die genügende Kühlung. Funktionalität des Ausgleichsfutters Eine gute Ausgleichsfunktion des Futters muss gewährleistet sein (kein Klemmen). Ansonsten kann es trotz Ausgleichsfutter zum Verschneiden des Gewindes oder zu Steigungsfehlern kommen. Die Zugkraft des Längenausgleichsfutters muss entsprechend dem zu fertigenden Gewinde ausgewählt werden. Korrekt ausgerichteter Kühlstrahl Ein gezielter Kühlstrahl ist wichtig für das Gewindeschneiden. Die Ausrichtung sollte von oben in Richtung der Spannuten erfolgen, damit auch in der Tiefe die Kühlung wirksam ist. Bei ungerichtetem Kühlstrahl besteht das Problem der Wärmeentwicklung in der Bohrung und dadurch der Kaltverschweissung des Materials, was zu verkürzter Standzeit und schlechter Spanbildung führen kann. Sicherheitsabstand Beim Gewindeschneiden mit Rigid Tapping muss ein ausreichend grosser Sicherheitsabstand programmiert werden. Bei zu kleinem Sicherheitsabstand besteht das Problem, dass die Maschinenspindel vor Eintritt in die Bohrung nicht mit dem Vorschub synchron läuft. Die Folge ist ein Steigungsfehler des Gewindes auch bei synchroner Arbeitsweise. Eignung der Maschine Bei diversen Maschinen besteht die Möglichkeit, dass die empfohlene Drehzahl nicht gefahren werden kann. In diesem Fall sollte die Drehzahl der Maschine entsprechend programmiert werden. Nicht konstante Drehzahl Programmieren einer zu hohen Drehzahl kann zu Problemen führen: Ist die Drehzahl so gewählt, dass sie nicht erreicht werden kann (wegen Trägheit der Maschine), so kann es zum frühzeitigen Bruch des Werk- zeugs oder zum Verschneiden des Gewindes führen. Oft bringt die hohe Drehzahl bei genauer Betrachtung nicht die erhoffte Zeitersparnis.
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